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Silber und Schmuck

Jeder von uns kennt Silber, das weiße Metall, aus dem Schmuck und Münzen gefertigt werden. Gerade zu Weihnachten wird viel Silberschmuck verschenkt. Der Schmuck ist besonders für Allergiker geeignet. Doch Silber kann mehr. Neben seiner Schönheit als Schmuck werden Silber auch medizinische Eigenschaften zugesprochen.

Silber ist in der Lage, Bakterien, Viren und Pilze abzutöten. Das ist eine Eigenschaft, die unsere Vorfahren kannten und nutzten. Im alten Griechenland und in Rom zum Beispiel haben reiche Händler verderbliche Flüssigkeiten in Silbercontainern aufbewahrt, denn das Metall verhinderte, dass Mikroorganismen die Ware befallen und sie verderben. Bevor es Kühlschränke gab, war es üblich, eine Silbermünze in einen Milchkrug zu legen, damit die Milch nicht sauer wurde.

Heute belegen zahlreiche Studien, dass Silber gegen Bakterien wirkt, zum ersten Mal wurde dies Ende des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zudem unzählige wissenschaftliche Studien veröffentlicht, die auf die erstaunliche Wirkung von Silberprodukten auf alle Arten von Bakterien hinwiesen. Bis 1938 wurden auf der ganzen Welt in allen medizinischen Praxen Silbermaterialen benutzt und gegen Viren, Bakterien und sonstige schädliche Mikroorganismen eingesetzt.

Als in den Jahrzehnten danach Penicillin und andere Antibiotika immer leichter erhältlich wurden, gerieten Silberprodukte in Vergessenheit. Sie waren im Vergleich teurer und wirkten nicht ganz so schnell wie Antibiotika.

Das Edelmetall feiert seit kurzem sein Comeback. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen hat der übermäßige Einsatz von Antibiotika zu Resistenzen vieler Bakterien geführt. Zudem können heute Produkte, die Silber enthalten, weitaus günstiger hergestellt werden.

Stabilisierte, milde Produkte, die Silber und Proteine enthalten können nebenwirkungsfrei und effektiv zur Vorbeugung und zur Behandlung einer Vielzahl von internistischer und tropischer Erkrankungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderen Infektionen der Gehörgänge, Pilzinfektionen, die gewöhnliche Erkältung, andere virale Infektionen, Darminfektionen, Nebenhöhlenerkrankungen, Borreliose, Herpes, Zahnfleischentzündungen und Lebensmittelvergiftungen.

Es ist erstaunlich, was dieses Edelmetall kann, dabei sind Silberionen giftig. Ein gutes Silberprodukt muss Silberatome enthalten. Um Bakterien oder andere Mikroben vernichten zu können, müssen die Silberpartikel in vergleichbarer Größe und ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Die Silberkonzentration sollte deshalb mindestens 50 Silberatome pro Million Trägeratome aufweisen. Man nennt das üblicherweise ppm, also “parts per million”.

Silberschmuck auf der Haut ist sicher kein Schutz vor Krankheiten, sondern eine Zierde, aber eben eine Dekoration, die keine Hautreaktionen hervorrufen wird. Also ein ideales Geschenk zu jeder Jahreszeit und zu jedem Anlass.

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